gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Krankheiten & Therapie » Frauenkrankheiten » Menstruationszyklus und Wechseljahre

Östrogenmangel-Kolpitis



Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Östrogenmangel-Kolpitis (Kolpitis senilis, atrophische Kolpitis): Scheidenentzündung bei Frauen in und nach den Wechseljahren aufgrund des nicht mehr vollständigen Aufbaus der Scheidenschleimhaut, und dadurch reduzierte Abwehrkraft.

Die Erkrankung

Die Östrogenmangel-Kolpitis beginnt als nicht infektiöse Scheidenentzündung, Bakterien oder Pilze sind zunächst nicht die Ursache, besiedeln aber oft im weiteren Verlauf die entzündete Scheidenschleimhaut.

Die Therapie gelingt bei korrekter Diagnostik zuverlässig mit Maßnahmen zur Verbesserung des Scheidenmilieus sowie mit Antibiotika bzw. Antimykotika.

Leitbeschwerden

  • Starker Juckreiz
  • Vermehrter Ausfluss, bei bakterieller Mitbeteiligung je nach Erreger mit verändertem Geruch oder veränderter Konsistenz
  • Brennender, wundartiger Schmerz im Scheideninneren
  • Rötung und Schwellung der Schamlippen
  • Fehlendes Feuchtwerden der Scheide bei sexueller Erregung sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Wann zum Frauenarzt

In der nächsten Woche, wenn die genannten Beschwerden auftreten

Das macht der Arzt

Farbe, Geruch und Beschaffenheit des Ausflusses sowie die mikroskopische Untersuchung des Scheidensekrets liefern dem Arzt Hinweise auf Vorhandensein und Art eines Erregers. Mit antimykotischen (gegen Pilze) oder antibiotischen Salben (gegen Bakterien) oder Vaginaltabletten sind die Entzündungen in der Regel schnell und effektiv zu behandeln. Bei sehr hartnäckigen Infektionen ist eine orale Einnahme von Antimykotika oder Antibiotika in Tablettenform notwendig. Um eine Ausweitung der Entzündung auf Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke zu verhindern, sollte die Therapie so rasch wie möglich begonnen werden.

Wichtig ist, neben der Infektion auch die Grunderkrankung zu behandeln und das Scheidenmilieu wieder zu verbessern. Dazu stehen Präparate mit Döderlein-Bakterien (z. B Vagiflor®) zur Verfügung. Außerdem kann eine äußerlich anzuwendende östrogenhaltige Salbe (z. B. Linoladiol®, OeKolp®) die Scheidenschleimhaut wieder aufbauen und den Juckreiz lindern.

Selbsthilfe

Eine Selbsthilfe sollte die ärztliche Behandlung nicht ersetzen, sondern begleiten und weiterführen. Als Maßnahmen werden empfohlen:

  • Moorsitzbäder, die die Durchblutung und Widerstandsfähigkeit der Scheide fördern
  • Unterwäsche aus Baumwolle, die bei 90 °C waschbar ist, damit Erreger abgetötet werden und eine erneute Infektion verhindert wird.

Übertriebene Genitalhygiene wie z. B. der Gebrauch von Intimlotionen oder -sprays schadet mehr als sie nützt, denn sie kann die Scheidenflora zerstören.


Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Astrid Waskowiak, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 30.03.2016 um 16:32


Wir sind für Sie da

Öffnungszeiten

    Mo - Di
    08:00 bis 13:00 und 14:30 bis 18:30
    Mi
    08:00 bis 13:00 und 14:30 bis 18:00
    Do
    08:00 bis 13:00 und 14:30 bis 18:30
    Fr
    08:00 bis 18:30
    Sa
    08:00 bis 13:00

notdienste

News

Chronische Darmerkrankungen

Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen profitieren von einer korrekten Medikamenteneinnahme... mehr

Demenz durch frühen Hörverlust?

In einer amerikanischen Studie zeigte die Gehirnaktivität junger Erwachsener mit leichten Hörschäden... mehr

Neuer Warnhinweis für Schmerzmittel

Auf den Verpackungen von rezeptfrei erhältlichen Schmerzmitteln warnen zukünftig neue Hinweise vor einer zu... mehr

Belohnen mit Fett und Zucker

Nahrungsmittel, die viel Fett und Zucker enthalten, aktivieren das Belohnungssystem im Gehirn besonders... mehr

Sport bei Hitze

Im Sommer zieht es viele Sportler ins Freie. Gerade bei Hitze und hoher UV-Strahlung ist es wichtig, seinen... mehr

Heilpflanzenlexikon

Umfangreiches wertvolles Lexikon mit wichtigen Informationen zu jeder Heilpflanze.
Zum Heilpflanzenlexikon

Medizinlexikon

Umfangreiche wertvolles Lexikon mit wichtigen Informationen zu jeder Krankheit.

ApothekenApp

Die Sonnen-Apotheke auf Ihrem iPhone, iPad, iPod oder Android-Smartphone:

Available on App Store
Android app on Google Play
ApothekenApp gratis installieren und PLZ "32120" und "Sonnen-Apotheke" eingeben. Mit Reservierungsfunktion, täglichen Gesundheitsmeldungen, Notdienstapotheken-Suche und vielem mehr. Die ApothekenApp der Sonnen-Apotheke – die Apotheke für unterwegs.