Redaktion apotheken.de » Eltern und Kind » Unerfüllter Kinderwunsch

Viele Paare wünschen sich ein Kind, doch nicht immer klappt das. Ein möglicher Grund für die Kinderlosigkeit ist Rauchen.

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Wenn der Kinderwunsch ausbleibt


Nikotin schädigt Spermaqualität


Männer, die rauchen, senken ihre Fähigkeit ein Kind zu zeugen. Das Nikotin schädigt nicht nur die Gesundheit, sondern beeinflusst auch die Qualität der Spermien. Die Folgen sind Unfruchtbarkeit oder die Schädigung des Ungeborenen. Dies berichten Wissenschaftler der Universität des Saarlands.

Unbewegliche Spermien

Rauchen Männer, enthält ihr Sperma größere Mengen Cotinin, ein Abbauprodukt von Nikotin. Das Gleichgewicht in der Samenzelle ist dadurch massiv gestört. „Durch verschiedene Tests konnten wir feststellen, dass die Spermien von Rauchern weniger beweglich sind und ihre Außenhülle auch nicht so stabil ist wie bei Nichtrauchern“, erklärt Mohammed Hamadeh von der Universität des Saarlands.

Aussichtslose Befruchtung

Ebenso untersuchte das Forscher-Team Eiweißmoleküle in den Samenzellen. Sie konzentrierten sich vor allem auf Histone und Protamine, welche für die Verpackung und Stabilität der DNA-Erbinformation in den Spermien verantwortlich ist. „Dabei konnten wir zeigen, dass diese Eiweißmoleküle bei Rauchern in einer deutlich anderen Konzentration vorkommen als bei Nichtrauchern“, erläutert Mathias Montenarh, der ebenfalls an der Studie beteiligt war. Der Wissenschaftler schließt daraus, dass es zu keiner oder nur zu einer unvollständigen Befruchtung der Eizelle kommt.

Sofortiger Rauchstopp

Für Paare, die einen Kinderwunsch pflegen, ist es ratsam, auf Nikotin zu verzichten. „Die biochemischen Veränderungen in den Samenzellen sind bei Rauchern so gravierend, dass sie offenkundig nicht nur eine normale Befruchtung verhindern, sondern möglicherweise auch für Missbildungen von Embryos verantwortlich sind“, vermutet Hammadeh. Wie lang es bei Verzicht auf Zigaretten dauert bis die Spermaqualität wieder zunimmt, ist unklar.


03.09.2014 | Von: Redaktion apotheken.de; Isabelle Hübler/Universität Saarland; Bildrechte: JMG/pixelio.de


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